🧪 App-Isolation: Social Media in Quarantäne
Wenn du Apps wie WhatsApp, Instagram oder Facebook nutzen musst, solltest du sie vom Rest deines Systems isolieren. Hier sind die besten Methoden:
1. Arbeitsprofil nutzen (Shelter / Insular)
Mit Apps wie Shelter oder Insular (beide auf F-Droid) kannst du ein separates “Arbeitsprofil” auf deinem Poco erstellen.
- Vorteil: Apps im Arbeitsprofil können nicht auf deine privaten Kontakte, Anruflisten oder Fotos im Hauptprofil zugreifen.
- Aktion: Installiere Instagram nur im Arbeitsprofil und friere es ein (“Freeze”), wenn du es nicht benutzt.
2. Der “Kontakt-Fake” (Zusatzschutz)
Selbst im Arbeitsprofil verlangen Messenger oft Zugriff auf Kontakte.
- Strategie: Erstelle im Arbeitsprofil ein komplett leeres Adressbuch oder füge nur 1-2 “Dummy-Kontakte” hinzu.
- Effekt: Die App “sieht” ein aktives Adressbuch (gibt also Ruhe), bekommt aber keine echten Daten von dir.
3. Berechtigungen radikal kĂĽrzen
Selbst wenn die App installiert ist, kannst du ihr den Zugriff auf sensible Sensoren entziehen:
- Sensoren: Deaktiviere “Körpersensoren” und “Physische Aktivität” in den App-Infos. Meta nutzt diese Daten, um festzustellen, ob du läufst, fährst oder liegst.
- Hintergrunddaten:
Einstellungen -> Apps -> Apps verwalten -> Instagram -> Datennutzung. Schalte “Hintergrunddaten” AUS. Die App kann dann nur funken, wenn du sie aktiv öffnest.
4. Speicher-Isolation (Storage Scopes)
Ab Android 13/14 kannst du Apps “vorgaukeln”, sie hätten Zugriff auf den gesamten Speicher, während du ihnen in Wahrheit nur Zugriff auf einzelne, leere Ordner gibst.
- Aktion: Wähle bei den Berechtigungen “Fotos und Videos” die Option “Nur ausgewählte Fotos erlauben”. Gib der App keinen Zugriff auf deinen Haupt-Ordner (DCIM).
5. Web-Version statt App
Nutze Facebook oder Instagram über einen gehärteten Browser (wie Mull).
- Vorteil: Ein Browser isoliert Cookies besser als die native App und hat keinen Zugriff auf deine Hardware-ID oder Kontakte.